ReM Weser
Bockwindmühle Stöckse-Wenden Markt Glissen
Leiste

Was ist MORO?

Dabei handelt es sich um ein bundesweites „Modellvorhaben der Raumordnung (MORO)“, das im April 2011 durch Bundesminister Dr. Peter Ramsauer gestartet wurde. Gesucht wurden Modellregionen, die sich innovativ den infrastrukturellen Herausforderungen des demografischen Wandels in ländlichen Räumen stellen und mit einer kooperativ entwickelten „Regionalstrategie Daseinsvorsorge“ die erforderlichen Anpassungen der Infrastruktur (z. B. in der  Gesundheitsversorgung, im Mobilitätsbereich o. ä.) vorausschauend gestalten wollen. Der von der Region gewählte Ansatz, die Regionalstrategie von den 16 Kommunen des Regionalmanagements und regionalen Akteuren aus zu entwickeln, wurde in Berlin für so vielversprechend befunden, dass er nun als Pilotprojekt mit Vorbildcharakter unterstützt wird. Am 2. November 2011 wählte eine durch das BMVBS einberufene externe Jury unter Leitung von Bundestagspräsidentin a.D. Prof. Dr. Rita Süssmuth 21 Modellregionen für die weitere Teilnahme am Aktionsprogramm regionale Daseinsvorsorge aus.

Am 01.12.2011 wurde das Regionalmanagement Mitte Niedersachsen in Berlin von Minister Dr. Peter Ramsauer (Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung) als Modellregion des Bundes vorgestellt.

Hinter dem MORO-Vorhaben steht grundsätzlich die Absicht, für die Kommunen im Gebiet des Regionalmanagements Mitte Niedersachsen ganz konkrete Fragen nach den aus den Folgen des demografischen Wandels resultierenden Konsequenzen für die öffentliche und private Daseinsvorsorge in der Region zu stellen und in deren Beantwortung umsetzungsorientierte, für die Region tatsächlich „machbare“ Lösungsansätze herauszuarbeiten, ohne den Blick auf neue, frische Ideen zu vernachlässigen.

Eine zentrale Erkenntnis dabei ist, dass zahlreiche Aufgaben in der Sicherung der Daseinsvorsorge nur interkommunal zu bewältigen sind und isolierte Ansätze durch Einzelgemeinden zu kurz greifen bzw. nur noch punktuell zum Erfolg führen.

Drei thematische Arbeitskreise (ärztliche Versorgung, Mobilität, Leerstand) entwickeln Lösungsansätze für eine regionale Daseinsvorsorge. Die Ergebnisse fließen in eine sogenannte Regionalstrategie. Bis Herbst 2013 soll die „Regionalstrategie“ verfasst sein und anschließend umgesetzt werden. Die Umsetzung geeigneter Projekte und Maßnahmen, die im Rahmen der Regionalstrategie entwickelt werden, sollen ab 2013 realisiert werden. Dafür gewährt der Bund zusätzliche Mittel.

Internet: www.regionale-daseinsvorsorge.de

Strukturen des MORO-Prozesses

Die technisch-organisatorische Abwicklung des MORO-Vorhabens sowie die Koordination des Arbeitsprozesses einschließlich der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit übernimmt als Geschäftsstelle die Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen. Insbesondere hinsichtlich der inhaltlichen Prozesssteuerung wird sie dabei von der Grontmij GmbH, die die Kommunen bereits im Rahmen des Regionalmanagements begleitet, unterstützt. Letztere übernimmt im Rahmen dieses bestehenden Vertragsverhältnisses umfangreiche Moderations- und Integrationsaufgaben über den gesamten Arbeitsprozess hinweg. Die Organisation, Dokumentation und z. T. auch Moderation der Veranstaltungen sowie das Datenmanagement werden somit in erheblichem Maße durch die bestehenden Ressourcen aus dem laufenden, vom Land Niedersachsen im Rahmen der ZILE-Richtlinie geförderten Regionalmanagements abgedeckt.

Die den MORO-Prozess begleitenden Arbeitsgremien sind die Projektversammlung, die Lenkungsgruppe und die fachlichen Arbeitsgruppen. Nachfolgende Abbildung verdeutlicht die Organisation:

Orga Moro 

Projektversammlung

Für die Steuerung aller grundsätzlichen Verfahrensfragen und Inhalte ist die Projektversammlung verantwortlich. Sie setzt sich aus den jeweiligen Bürgermeistern und Landräten (der Landkreis Verden wird durch den Leiter des Kreisplanungsamtes vertreten) der 16 Städte und Samtgemeinden sowie der drei Landkreise zusammen.

Lenkungsgruppe

Detaillierte Abstimmungen über Aspekte von nicht grundsätzlicher Bedeutung erfolgen in der Lenkungsgruppe, die sich aus der Lenkungsgruppe des Regionalmanagements und der Vertreter der drei Landkreise zusammensetzt.

Arbeitsgruppen zur Entwicklung der Maßnahmen und Projekte

Die wesentlichen Ergebnisse, die der MORO-Prozess liefern soll, werden durch die Arbeitsgruppen erbracht. Die Ziele, Maßnahmen und Projekte werden also in Eigenarbeit entwickelt, da die Lösungen auf die Problemlagen der Region vordergründig nicht von außen erbracht werden können. Trotzdem sollen ergänzend für den Arbeitsprozess notwendige inhaltliche Vertiefungen in Form von Studien oder Gutachten extern beauftragt werden. Dafür steht die Bundeszuwendung zur Verfügung. Die geplante Vergabe wird von den Arbeitsgruppen angeregt und über deren Realisierung durch die Lenkungsgruppe entschieden.